Der Deutschlandachter gibt im Finale alles

| Rennrudern

Jakob Schneider gewinnt Silber bei den Olympischen Spielen in Tokio

Mit dem Vorlaufsieg hatte der Deutschland-Achter direkt das Ticket für´s Finale gelöst und sehr beindruckend seine Ambitionen für einen der vordersten Plätze zusammen mit Großbritannien, Niederlande, USA, Neuseeland und Australien angemeldet.

Das deutsche Flaggschiff kämpfte entsprechend hart und führte das Feld auf den ersten 1000 Metern an, ganz knapp vor den Briten und Neuseeländern. Im weiteren Rennverlauf wurden die Neuseeländer auf der Nebenbahn allerdings immer stärker. Nach 1.000 m lagen mit  Großbritannien, Neuseeland und Deutschland drei Boote fast gleichauf. Aber auf den dritten 500 m konnten sich die Neuseeländer mit fast einer halben Länge absetzen. Mit fast 2 Sekunden Rückstand ging das deutsche Boot als Dritter auf die letzten 500 m. Gold schien bereits an Neuseeland vergeben, aber dahinter kämpften mit Deutschland, Großbritannien und den USA drei Boote um Silber und Bronze. Die Crew mobilisierte noch einmal alle Kräfte für den Schlussspurt und sicherte sich in einem packenden Finale die Silbermedaille, mit einer Zehntel Sekunde vor den Briten. Gold ging an die Neuseeländer, die ein bärenstarkes Rennen geliefert  und die Ziellinie mit fast einer Sekunde Vorsprung errreicht haben.

Der RaB ist mächtig stolz auf Jakob und natürlich haben viele Vereinsmitglieder ihren Schlaf für das Rennen um 3:25 Uhr MEZ unterbrochen, um ihn aus der Ferne anzufeuern.

Ein Highlight war das Public Viewing Live im RaB, bei dem die rudernden Kinder, Leistungssportler, ehemaliger und aktuelle Trainer, ehemalige Olympiasieger, aber auch Mitglieder von anderen Essener Rudervereinen das Rennen vor der Leinwand live miterlebten.  

Diese Silbermedaille krönt nun Jakobs unglaubliche Erfolgsgeschichte im Deutschlandachter. Mit 3 Weltmeistertiteln, 4 Europameistertiteln und der Weltbestzeit ist seiner Mannschaft außergewöhnliches gelungen in den letzten Jahren.

Jakob selbst berichtete von einem enorm harten Rennen, dass ihm und dem gesamten Team alles abverlangte. So konnten sie die ewigen Konkurrenten und amtierenden Olympiasieger aus Großbritannien schlagen, mussten allerdings eingestehen, dass die Neuseeländer an diesem Tag, trotz einer sehr guten Leistung der Deutschen, besser waren.  

Jakob lässt den gesamten RaB grüßen und hat sich sehr über das Public Viewing und das große Sommerfest gefreut. Nun ist er noch zwei Tage in Tokio und wird zunächst zu seiner Familie nach Freiburg reisen.

Ein Empfang für unseren Ausnahmesportler ist selbstverständlich geplant. Über den genauen Zeitpunkt werdet ihr zeitnah informiert!

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