Herbstimpressionen

| Breitensport

Samstagvormittag haben Annette, Kalli, Angelika, fünf Benrather Gäste und der Autor eine sagenhaft herrliche Achtertour auf dem Baldeneysee unternehmen dürfen. Hier die romantisch, poetische Ode an den Herbst

Von Horst-Werner Wollenweber

Der Frühnebel lag über der spiegelglatten Seenplatte, als die Sonne sich langsam durch die Nebelschwaden arbeitete. Zwei RaB-Boote (ein Doppelzweier und ein Doppelvierer mit Lisa, Udo, Uta, Rainer und Klaus) und ein RaB-Doppelachter mit fünf Gästen (Annette S., Angelika S., Almuth M., Gaby H. und Bettina W.) von der Rudergesellschaft Benrath legten von unserem RaB-Steg ab, der von den Entenüberbleibseln befreit glänzte. Der Nebel löste sich mehr und mehr im Nichts auf und die Hügel ringsum dieser herrlichen Rudertour wurden immer sicht- und greifbarer. Bei Haus Scheppen konnte man den gegenüberliegenden Stadtwaldhang in den buntesten, herbstlichen Farbtönen von hellgelb über orange nach rot und braun leuchtend geniessen. Die Sonne fing nun an auch das Boot zu erfassen, als es im gleichmässigen Schlag über den Obersee und am Naturschutzgebiet vorbeiglitt. Die Möwen auf dem gestrandeten Baum im Vogelschutzgebiet leuchteten wie umgedrehte weisse Kerzen auf einem bizarren Ikebanazweig und spätestens da wärmten die Strahlen der Sonne nicht nur die Möwen, sondern auch die Herzen der Ruderinnen und Ruderer. Weiter ging es am TVK vorbei durch die nunmehr enge Bootsdurchfahrt bei der alten Kampmannsbrücke, deren kommender Abriss als Vorbote der Vergänglichkeit schon erahnt werden kann. Die oberhalb liegende steinerne Schleusendurchfahrt wurde souverän gemeistert und nach einem kurzen Stück auf der gemächlich dahinfliessenden Ruhr wendeten wir bei der Zeche Heinrich, um die Rückfahrt in Angriff zu nehmen. Der Obersee schwebte förmlich unter uns bei blauem Himmel mit kleinen weissen Wolkentupfern wie im Trance vorüber und ein leichter Windhauch kräuselte die vormals glatte Seeoberfläche und blähte die Backen der ersten gelassen vorbeigleitenden Segelboote auf und verhiess für den Nachmittag einen nicht minder schönen Segeltörn.

Vor dem Bootshaus verteilte ein Geburtstgskind Becher für den gekühlten Sekt und Jaqueline und René empfingen uns mit einem schmackhaften Buffet, und die wunderbare Aussicht auf den See hätte besser nicht gemalt sein können. Merke: "Dem frühen Ruderer .... -.... liegt das Glück so nah."

 

 

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