Jugendaustausch in Marbach

| Rennrudern

In den Sommerferien ging es für einen Teil unserer Jugendgruppe dieses Jahr auf Jugendfahrt in den Südwesten der Republik. Wir hatten uns erfolgreich beim Doppelspaß-Projekt der Brost-Stiftung aus Essen beworben und eine Förderung für einen überregionalen Jugendaustausch erhalten.

Als Austauschpartner konnte Juniortrainer Moritz seinen Heimatverein, den Marbacher Ruderverein gewinnen. Die Jugendlichen aus Marbach werden im Oktober zu Gast in Essen sein. Los ging es mit unserem Besuch in Marbach. Vom 29. Juli bis zum 01. August waren neun Jugendliche und zwei Betreuer des RaB dort zu Besuch.

Die Teilnehmer berichten:

Am Freitagmorgen brachen Kinder gemeinsam mit Junioren betreut von Moritz und Lari nach Marbach auf. Früh trafen wir uns am Essener Hauptbahnhof und nahmen den ICE nach Stuttgart. Vom Stuttgarter Hauptbahnhof stiegen wir dann noch in eine S-Bahn bis nach Marbach, den restlichen Kilometer gingen wir zu Fuß. Angekommen am Vereinshaus wurden wir sehr nett von der Marbacher Gruppe empfangen, wir wurden durch den Verein geführt und lernten uns kennen. Anschließend gab es traditionell ganz viel Laugengebäck und „Weckle“ (Brötchen). Nachdem wir uns gestärkt hatten, ging es direkt in gemischten Booten aufs Wasser. Alle Boote waren gut durchmischt, sodass die Marbacher uns ihr Ruderrevier auf dem Neckar zeigen konnten. Kaum kamen wir vom Wasser, ging es weiter mit Programm, also gingen wir los, um Marbach zu erkunden. Nach unserer Erkundungstour ging es zurück zum Verein, wo wir dann unseren Schlafplatz aufbauten. Wir verbrachten die drei Nächte in Zelten, welche uns von den Marbachern gestellt wurden. Gemeinsam aßen wir noch beim Vereinsgastronomen zu Abend, abgeschlossen wurde der erste sehr volle und schöne Tag durch das Spiel „Werwolf“.

Nach der ersten Nacht im Zelt und einem Frühstück im Freien haben wir uns auf den Weg zum Daimler-Museum in Stuttgart gemacht. Mit Audio-Guides ausgestattet sind wir dann mit dem Aufzug nach ganz oben gefahren und haben die Ausstellung besucht. Am Ende wusste jeder über die Geschichte von Mercedes Bescheid und hatte auch sein Lieblingsauto gefunden.Wir haben uns das ganze Wochenende über mit den öffentlichen Verkehrsmitteln bewegt und so sind wir auch vom Daimler-Museum mit der Bahn zur Königsstraße gefahren, der großen Einkaufsstraße in Stuttgart. Dort wurden wir vom „Christopher Street Day“ überrascht und der eigentliche Plan, Stuttgart in Kleingruppen zu erkunden, hat sich zunächst als etwas schwierig erwiesen. Das war aber nicht weiter schlimm. Nachdem alle eigenständig unterwegs gewesen waren, haben wir uns abends in der Pinsa-Manufaktur getroffen und uns dort durch die Speisekarte getestet. Doch das war noch nicht das Ende des Tages, denn dann sind wir zum Stuttgarter Fernsehturm gefahren und haben uns im Sonnenuntergang Stuttgart sowie die Umgebung von oben angeschaut. Sogar Marbach konnten wir sehen. Im Dunkeln sind wir dann zurück zum Verein gefahren und schließlich alle sehr müde in die Betten und Schlafsäcke gefallen.

Am Sonntagmorgen ging es früh mit der ersten Einheit los. Schon um 05:45 Uhr trafen wir uns auf dem Bootsplatz und teilten die Boote ein. Ein Vierer und ein Achter machten sich auf zum Wasser und als Abschluss der Einheit fuhren wir ein kleines Rennen über 500 Meter. Nach der frühen Einheit starteten wir mit einem leckerem Frühstück und besprachen, was wir den restlichen Tag unternehmen wollen. Wir gingen spazieren und Moritz zeigte uns die Weinberge um Marbach. Schließlich schauten wir uns gespannt das Rennen von Maya an und fieberten mit. Maya startete an diesem Tag in ihrem Finale bei der U19-WM in Varese, was wir im Livestream natürlich verfolgten.Danach gab es ein kurzes Mittagessen. Am Nachmittag fuhren wir mit Bus und Bahn nach Bietigheim zu einem Freibad. Im Freibad gab es eine Rutsche, mehrere Schwimmbecken und unter anderem auch ein Wellenbad. Nach einer letzten Rutsche ging es in die Innenstadt, dort aßen wir auch ein Eis und fuhren wieder zum Verein. Am Abend grillten wir zusammen und Tamino und Jonas kümmerten sich um die Würstchen. Als es dann dunkel wurde spielten wir noch ,,Werwolf‘‘ und ließen uns ein paar Chips schmecken, bis die Marbacher sich auf den Weg nach Hause machten und wir uns in die Zelte legten.

Am Montag war dann der Tag der Abreise gekommen. Nach 3 sehr spaßigen Tagen waren alle doch schon froh, wieder zurück in die Heimat kommen zu können. Der Tag begann auch wie die meisten zuvor mit einem gemeinsamen Frühstück zusammen mit den Marbachern. Nach diesem letzten Frühstück machten wir uns also an die Arbeit, alles abzubauen. Die Bierzeltgarnituren wurden abgebaut und weggetragen, die Sachen wurden zusammengepackt und die Zelte abgebaut. Aber noch war die Zeit zum Abschied nicht gekommen. Wir fuhren zuerst nach Ludwigsburg, wo wir unser Gepäck unterstellten. Danach verbrachten wir ein paar Stunden in der Stadt. Wir sahen kurz das Schloss und nochmal ein paar Orte und Plätze in der Stadt, aßen zum letzten Mal ein leckeres Eis und dann gab es als Abschluss des Austausches Mittagessen in einem lokalen Brauhaus. Da war dann aber der Punkt des Abschieds gekommen und wir trennten uns von den Marbachern, die zurück nach Hause fuhren. Wir hatten aber noch eine lange Zeit vor uns, bevor wir auch endlich zuhause ankamen. Wir holten unser Gepäck wieder ab und fuhren zum Stuttgarter Hauptbahnhof, wo wir dann einen Zug zurück nehmen würden. Die Deutsche Bahn hatte dann aber Lust, jedem Vorurteil gerecht zu werden, und es gab eine mehrstündige Verspätung. Dann stoppte der Zug auch noch mehrmals wegen „versehelichem“ Auslösen der Notbremse. So dauerte unsere Rückfahrt fast drei Stunden länger als anfangs geplant. Am Ende des Tages waren wir aber doch alle zurück in Essen. Zuhause ist es bekanntlich auch sehr schön, der Austausch hat aber eine Menge Spaß, neue Erlebnisse und auch neue Bekanntschaften beinhaltet und es war insgesamt eine großartige Zeit war.

Berichte und Fotos von Anna, Mia, Lotte, Tamino

zurück