Neujahrsempfang am 26. Januar – gelungener Auftakt zum Jubiläumsjahr

Mit einer Achter-Taufe, unserem Weltmeister Jakob Schneider und einer Sportler-Ehrung feierte der RaB den Beginn eines besonderen Jahres.

Bericht von Helmut Janus

Pünktlich um 11 Uhr schien die Sonne und lag vor den Bootshallen ein funkelnagelneuer Gig-Achter, bereit zur Taufe. Nach einer Begrüßung durch Horst-Werner Wollenweber erzählte Helmut Janus über die Geschichte der Anschaffung dieses Boots. Vor über einem Jahr entstand die Idee, im Jahr des 100jährigen Jubiläums des RaB einen neuen Gig-Achter für Breitensportler in Betrieb zu nehmen.  Auf der Spendenplattform „Gut für Essen“ wurde das Projekt eingestellt, und nach und nach kamen fast 13.000 Euro an Spendengeldern zusammen, wobei viele Spenden von der Sparkasse verdoppelt wurden. Bei einem 30.000 Euro teuren Boot reichte dieser Betrag aber nur bis zur Trennstelle bei gut einem Drittel der Bootslänge. Noch einmal hat die Sparkasse uns geholfen, indem sie einen deutlich größeren Betrag als in den Vorjahren zum Projekt beigetragen hat. Jetzt fehlte noch das letzte Stück, und hier meldete sich unser passives Mitglied Heiner Hahn, dessen Vater lange Jahre Mitglied und auch im Vorstand aktiv war. Er steuerte den Rest hinzu, und durch die Großzügigkeit der Spender reichte es sogar noch zu einem Satz Skulls. An alle Spender geht ein großer Dank. Frau Schulten von der Sparkasse und Heiner Hahn tauften das Boot auf den Namen „Baldeney“, traditionell mit Ruhrwasser und dem Wunsch nach allzeit guter Fahrt und immer einer Handbreit Wasser unter dem Kiel ... und dass der Bugball bei Rennen immer vorne liegen soll.

Das Boot kommt von der österreichischen Werft Schellenbacher und dürfte qualitativ eines der besten Gig-Boote auf dem Markt sein. Wir haben uns für einen klassischen Holzausbau entschieden, der nicht schwerer als ein Karbonausbau ist, durch den das Boot aber einfacher zu tragen, zu reinigen und zu warten ist. Das Boot glänzt durch viele durchdachte Details wie Stemmbretter mit Schnellspannern, Messingmuttern und einer Lautsprecheranlage. Für die Jungfernfahrt stiegen mit Antonia Galland und Benedikt Holländer zwei Rennruderer, mit Ellen Schierling und Freddy Heusen zwei Vertreter des „RaB-Urgesteins“, mit Leon Siegel und Leander Fesser zwei Stadtmeister und mit Jörg Preez und Lena Salz zwei neue Mitglieder ins Boot. Gesteuert wurde die Mannschaft von Hauke Lorenzen, der sich in zwei Jahren vom Anfänger zum Regatta-Ruderer entwickelt hat. So hat diese Besetzung das ganze Spektrum der RaB-Ruderer ausgedrückt, die alle Freude an diesem neuen Boot haben sollen. Die Idee dazu kam von unserem Trainer Thomas Wichelhaus.

Von der Bootstaufe ging es unmittelbar im großen Saal weiter. Hier wartete Jakob Schneider auf uns, der schon auf gepackten Koffern saß um gleich weiter zum Düsseldorfer Flughafen und nach Portugal zum Trainingslager zu reisen. Gemeinsam haben wir uns noch einmal den Endlauf der Weltmeisterschaft in Linz im vergangenen Jahr angesehen und kommentiert von Jakob nochmals die Spannung des ganz knappen Siegs miterlebt. Jakob hat uns dann über seine Vorbereitung auf die olympische Saison berichtet. Ein Zweiertest Anfang Dezember, zwei Trainingslager in Portugal und Italien und zuletzt am vergangenen Freitag ein Ergometertest. Jakob hat uns verraten, dass auch er zu den neun Ruderern gehört hat, die ihre persönliche Bestzeit verbessern konnten. Im kommenden Trainingslager werden Ausscheidungsrennen für die Olympia-Teilnahme gefahren. Offiziell werden die Mannschaften erst später bekannt gegeben, aber mit einem Grinsen meinte Jakob, dass der RaB bestimmt schon früher Bescheid wissen dürfte. Der ganze RaB drückt Jakob die Daumen, dass er es auch dieses Jahr in den Deutschland-Achter schafft.

Im Anschluss an das Gespräch mit Jakob nahm unsere Sport-Vorsitzende Ellen Schierling die Ehrung unserer erfolgreichen Ruderer der vergangenen Saison vor. Zuerst mussten die Stadtmeister nach vorne kommen, angeführt von Jakob Schneider und gefolgt von Benedikt Holländer, Thomas Wichelhaus, Leander Fesser, Simon Wenzel, Max Kammenschneider, Moritz Wuerich, Leon Siegel und Steuermann Eric Voßbeck. Den starken Männern folgten vier Mädchen, die beim Bundeswettbewerb in München erfolgreich waren, Mia Heseding und Anna Buiting als Siegerinnen und Irma Schimmele und Maleah Lensing als Vierte. Danach waren unsere Jugendmeister an der Reihe, Lilith Lensing, deutsche Meisterin im Leichtgewichts-Juniorinnen-Einer und Mathis Haske, deutscher Meister im Junioren-Doppelvierer. Für dreimal Silber bei der Junioren-Europameisterschaft, bei der deutschen Jugendmeisterschaft und beim Baltic Cup durfte sich Antonia Galland feiern lassen. Den nächsten Applaus gab es für Larissa Schäfer, die auf dem Ergometer Weltmeisterin geworden war. Den Abschluss machten die Sprintmeister Antonia Hinze, Max Kammenschneider und Steuermann Eric Voßbeck.

Nach so viel Programm gab es für alle Gäste das wohlverdiente Glas Sekt oder Bier und zur Stärkung Frikadellen und Brötchen. Mit dem Neujahrsempfang haben wir nicht nur einen gelungenen Start in unser Jubiläumsjahr erlebt, sondern hoffentlich auch eine Tradition begründet, die sich in den kommenden Jahren fortsetzen wird.

 

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