RaB startet mit 5 Vierern auf der 42. Vogalonga 2016

| Wanderrudern

Mit fünf Vierern hat der RaB am 15.05.2016 an der Vogalonga in Vendedig teilgenommen. Noch mehr Fotos in der Bildergalerie und ein ausführlicher Bericht!

Bericht von Stephan von Petersdorff-Campen, Fotos von Christa Zöller und Ralf Meyer Zur Bildergalerie...

"Vogalonga" heißt "langer Ruderschlag/langes Ruder". Was 1974 als Protestaktion Venezianischer Bürger gegen den zunehmenden Motorboot-Verkehr auf Venedigs Lagune begann, hat sich zu einer Riesenveranstaltung mit 1800 ausschließlich mit der Menschenkraft von nahezu 7500 Sportlern betriebenen Wasserfahrzeugen entwickelt, die seither nun ihrerseits jedes Jahr am Pfingstsonntag für etliche Stunden die Kanäle und Gewässer in und um Venedig verstopfen, vorbei an den Inseln Burano mit ihren bunten Häusern und dem schiefen Kirchturm (der laut Jürgens Beobachtung bei Rotwein auf nüchternen Magen gar nicht mehr so schief steht) und Murano mit den berühmten Glasmanufakturen.

Ruderer/-innen des RaB haben immer mal wieder an dieser abwechslungsreichen, eine internationale Wassersportfamilie zusammenführenden Fahrt über 30km teilgenommen, die in keinem Ruderer-Leben versäumt werden sollte. In diesem Jahr brachte unser Verein mit sage und schreibe 5 gesteuerten Vierern ein besonders großes Team aufs Wasser. Hinzu kamen noch einige nichtrudernde Begleiterinnen, die aus dem Gemenge ungezählter Venezianer heraus den Blau/Weiß vorbeifahrenden RaB-Booten zujubelten. Nachdem eine Blaskapelle Nationalhymnen abgespielt und der Campanile feierlich zu läuten begonnen hatte, ging es um 9 Uhr mit einem als Startzeichen abgefeuerten Kanonenschuss los. Bunt beflaggte Barken, stehrudernd angetriebene Renngondeln (die es - nach unserer Terminologie - auch in Skull-Ausführung gibt), Drachenboote mit und ohne Furcht erregende Gallionsköpfen, Ruderboote aller Kategorien, Kanuten (die sich in all dem Gedränge von den vorbei rauschenden Ruderbooten immer mal wieder eine per Plette verabreichte Ohrfeige gefallen lassen mussten), ja sogar Standup-Paddler und ein Wasserskiläufer aus Österreich gaben ein grandios farbenprächtiges Bild ab. Bei einem PicknickStop in den Riesel-/Pieselfeldern von Burano bat ein französischer Ruderkamerad mit schraubenden Handbewegungen und ansonsten unverständlichen Worten um unsere Unterstützung. Als Olaf ihm - die Weinflasche in der Linken - einen Korkenzieher reichen wollte, stellte sich heraus, dass er eigentlich einen 17er Schlüssel brauchte.

Hatte sich die unter der Führung unseres Vorsitzenden HoWe Wollenweber und seiner Frau Christa angereiste Vorhut der Bootshängerfahrer (großen Dank auch an Udo, Rainer und Stephen) das Regenwetter am Freitag noch mit ordentlich Rotwein schön trinken müssen, so kam ab Samstag die Sonne heraus und verdrängte einige heftige Gewitter in die Nachtstunden. Untergekommen waren wir auf einem von Männe schon im Jahr zuvor umsichtig ausspionierten Campingplatz bei Punta Sabbione, in dessen verhältnismäßig knapp geschnittenen, teils auch leicht überbelegten Bungalows echte Ruderkameradschaft erst so richtig zum tragen kommen konnte. Ohne eine vom Notarzt getackerte Platzwunde an Jochens Stirn ging es dann aber doch nicht ab. Am Samstag war nach dem Aufriggern noch viel Zeit für einen ausgiebigen Bummel durch die pittoresken Gassen der Lagunenstadt gewesen und ein Teil der Truppe blieb gleich an der Adria, um nach einem Ruhetag am Montag noch eine mehrtägige Ruderwanderfahrt folgen zu lassen, über die hier sicher auch noch berichtet werden wird.

 

 

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