Rheinmarathon 2016: Essener Boote auf dem Siegerpodest

| Mastersrudern

Traditionell am ersten Samstag im Oktober, diesmal der frühestmögliche Termin 01.10.2016, lädt der Ruderclub Germania Düsseldorf zum Marathonrudern (42,8 Kilometer) von Leverkusen nach Düsseldorf ein.

 

 

 

Traditionell am ersten Samstag im Oktober, diesmal der frühestmögliche Termin 01.10.2016, lädt der Ruderclub Germania Düsseldorf zum Marathonrudern (42,8 Kilometer) von Leverkusen nach Düsseldorf ein. Wie in den Vorjahren meldeten rund 160 Boote mit insgesamt etwa 800 Ruderinnen und Ruderern. Darunter 3 Boote vom Baldeneysee: Eine reine Vereinsmannschaft vom EWRC in der Klasse mit dem Mindestdurchschnittsalter (MDA) 55 Jahre, ein gemischtes Boot RaB, EWRC und Düsseldorfer Ruderverein sowie ein RaB-Boot verstärkt durch den Clever Ruderverein in der Klasse MDA 60 Jahre. Obwohl Tiefdruckausläufer der vorherigen schönen Septembersonne das Garaus gemacht hatten und es beim Start in Leverkusen sogar leicht tröpfelte, waren die Bedingungen überaus fair. Zwar führte der Rhein ziemliches Niedrigwasser (für die Jahreszeit aber üblich), es war aber nur schwachwindig und der durch seine Welle das Vorwärtskommen erschwerende Schiffsverkehr hielt sich in Grenzen. Das kam naturgemäß den Ruderern vom Baldeneysee entgegen: es reichte zwar nicht zu einem Klassensieg, aber die Platzierungen und Zeiten konnten sich sehen lassen. Jürgen Böning und Manfred/Männe Hölzel zusammen mit Gerd Craemer und Klaus Borrmann von EWRC gesteuert von Andreas Czempin (Düsseldorfer Ruderverein) erruderten in 2 Stunden und 24 Minuten den 2. Platz in MDA 60, das Gesamtergebnis lautete Platz 40 von 160 gestarteten Booten. Besonders groß war die Freude bei Rainer Bank, Udo Althoff, Heiko Knipp, Werner Thiele und Michael Klütt (Clever Ruderverein), der kurzfristig aufgrund „Personalmangels“ unsere Mannschaft verstärkte und sich als Schlagmann prächtig in das Team einfügte. Danke dafür nach Kleve. Nach 6 Jahren regelmäßiger Teilnahme und wechselnden Platzierungen gelang erstmals der Sprung auf‘s Siegerpodest (Platz 3 und insgesamt Rang 67), und zwar mit einer Zeit von 2 Stunden 31 Minuten und gerade mal 46 Sekunden Vorsprung vor dem vierplatzierten Boot aus Bonn. Bei der Zwischenzeit, die nach ca. 20 Kilometer beim Ausflugslokal Piwipp in der Nähe von Dormagen gemessen wird, lag das RaB-Boot noch auf Platz 4, aber dank eines energischen Endspurts (bis an die Schmerzgrenze) wurde dann doch der bessere Platz erreicht. Obwohl es beim Rudern letztlich auf die Mannschaft, deren technische Fertigkeiten und Ausdauer ankommt, war der erstmals bei Rheinmarathon eingesetzte neue Kunststoffdoppelvierer (Omi) mit Steuermann (Udo Althoff) sicherlich eine Hilfe. Das neue Boot schlug sich in den Wellen prächtig. Gleichwohl übernommenes Wasser beförderte die mitgeführte Saugpumpe umgehend wieder aus dem Boot hinaus. Dass der Bugmann (Verfasser) und die übrigen Ruderkameraden gleichwohl ziemlich pitschnass die Regatta beendeten, ist für den Rheinmarathon normal und bedarf an und für sich nicht der besonderen Erwähnung. Abschrecken sollte es auch nicht: das Marathonrudern in Düsseldorf ist ein tolles Ruderevent – vor allem das danach mit anregenden Nachbetrachtungen sowie das Beisammensein bei Altbier, Bratwurst, Kuchenbüffet und einer stimmungsvollen Siegerehrung, die diesmal dank der inzwischen hergekommenen strahlenden Oktobersonne sogar ihr i-Tüpfelchen erhielt.

Bericht: Werner Thiele

 

 

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