Winterwanderung am Baldeneysee

Weil das traditionelle Adventsrudern wegen des zugefrorenen Baldeneysees nicht stattfinden konnte, machte sich eine illustre Truppe auf den Weg zur Isenburg.

 

Nach längerer, pandemiebedingter Pause sollte in diesem Jahr das traditionelle Adventsrudern wieder stattfinden. Doch nach gut einer Woche gefühlter arktischer Kälte waren weite Teile der Wasseroberfläche des Baldeneysees zugefroren. Daher entschied man sich, Sportkleidung und Skulls gegen wetterfestes Schuhwerk und Winterkleidung einzutauschen und eine kleine Wanderung um den Baldeneysee zu unternehmen. So versammelte sich am Sonntag, dem 18. Dezember, eine illustre Gruppe am Steg des RaB und machte sich auf den Weg. Da bekanntlich der Weg das Ziel ist stiefelten wir erstmal drauf los und fanden uns schließlich auf einem Teilstück des Baldeneysteigs wieder. Während wir bei klarer, kühler Winterluft den Waldpfad emporstiegen und die Umgebung des Schellenberger Walds genießen konnten bot sich die Gelegenheit zu schönen Gesprächen. Wir entschieden uns für eine Rastpause an der Burgruine Isenburg. Oben angekommen stärkten wir uns mit Spekulatius, zündeten gedanklich eine vierte Kerze an (es war schließlich der 4. Advent) und erfreuten uns an dem weitläufigen Blick über den eisbedeckten See bis weit in die Fischlakener Felder hinein. Der anschließende Abstieg war etwas weniger mühsam und ermöglichte uns einen unverstellten Blick auf das Areal der Villa Hügel. Auch wenn diese Sehenswürdigkeit seit jeher im Stadtbild verankert ist und von vielen Einheimischen kaum mehr als solche wahrgenommen wird, hat uns dieser imposante Blick doch kurz in tiefes Staunen versetzt. Wieder am RaB angekommen saßen wir bei Keksen und Glühwein noch gesellig beisammen, feierten etwas den 4. Advent und ließen so diesen schönen und kurzweiligen Ausflug gemütlich ausklingen.

 

Bericht Heike Kühnle

Fotos Thomas Wienke und Birgit Behrens

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