Ebbe & Flut: Head of the River Race und Teufelsmoor-Rallye

| Mastersrudern

Unsere Masters stellten sich beim Head of the River in London am 25. März gleich einem Feld von 233 Achtern. Ende April ging es zur Teufelsmoor-Rallye.

Bericht von Stephan von Petersdorff-Campen

Terminkollisionen brachten in diesem Jahr Abwechslung in das Frühjahrsprogramm der Master-Ruderer. Anstatt zum Langstreckenrennen in Amsterdam ging es im Master-Achter E (Durchschnitt 55 J.) diesmal zum Head of the River Race am 25.03.2017 nach London. Und der übliche Start bei der Dove-Elbe-Langstrecke in Hamburg-Bergedorf wurde einer Teilnahme an der Teufelsmoor-Rallye auf den Weser-Zuflüssen Lesum, Hamme und Wümme geopfert. Themse und Weser unterliegen dem Gezeitenwechsel von Ebbe und Flut. Zu jeder Zeit und immer in dieselbe Richtung rudern, wie wir dies vom Baldeneysee gewohnt sind, das geht dort nicht.

Beim HoRR ging es in einem beeindruckenden Feld von 233 Achtern, die sich zum Start in Putney aufreihten, über knapp 7km Themse-aufwärts, aber mit der einströmenden Flut nach Mortlake. Zwei Achter konnten auf der Strecke überholt werden, eine besonders schnelle Crew mussten Jürgen Böning, Patrick Rottländer, Volker Willsch (Crefelder RV), Olaf Ehses, Michael Esser, Stephan von Petersdorff, Männe Hölzel, Kalli Kroll mit Stfr. Annette Bauer passieren lassen. Platz 47 im Gesamtfeld machte sich besser als ein lediglich mittlerer Rang in der eigenen Altersklasse (Platz 15 von 38 Booten). Sehr stimmungsvoll und fröhlich war es am Vorabend im Bootshaus des Veranstalters Vesta Rowing Club zugegangen, der sich bei Pints'n'Pizza unverhofft zu einer Fancy Dress Party entwickelte, die die jüngeren Londoner Ruderinnen und Ruderer mit viel origineller Kreativität veranstalteten. Ihr Rennen am Samstag war wegen Wind und Wellen leider abgesagt worden. Es wären noch einmal über 300 Achter auf dem Wasser gewesen.

 

Bei der Teufelsmoor-Rallye, die der RV Osterholz-Scharmbrck veranstaltet, ging es am 30.04.2017 nicht um Geschwindigkeit sondern um eine möglichst hohe Anzahl von pro Ruderer gefahrener Kilometer. Der RaB war mit 15 Teilnehmern in 3 gesteuerten Vierern am Start. Zwei Mannschaften fuhren als Dankeschön für die zur Verfügung gestellten Boote für den Vegesacker RV, zu dem sich mittlerweile eine freundschafliche Verbindung entwickelt hat. Am Samstag mussten die Boote zunächst nach Borgfeld gerudert werden, von wo es dann am Sonntag früh losging. So hatte man am Sonntag abend dann bereits gut 80km pro Ruderer hinter sich und verhalf damit dem Vegesacker RV zu Platz 4 der Gesamtwertung. Nach einem recht geselligen, wenngleich gastronomisch weniger gelungenen Abendessen im Vegesacker Havenhaus trat der grösste Teil der RaB-Crew dann am nächsten Tag zu einem "Rudern in den Mai" noch einmal an, diesmal Weser-abwärts bis zum Strand von Harriersand. Im örtlichen Ausflugslokal hatte die umsichtige Christa Zöller vorsorglich einen grösseren Tisch reserviert. So konnten wir bequem in der Sonne sitzend auf die Flut warten, die uns nach Vegesack zurück spülen sollte. Am Ende kamen so noch einmal ca. 45km zusammen. Unser Dank gilt Männe, der die ganze Aktion propagiert und koordiniert hat, und Christa, deren langjährige Verbundenheit mit den Vegesackern immer wieder eine willkommene Aufnahme und bestes Bootsmaterial sichert.

 

 

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