Masters-Langstreckenregatta in Frankfurt

| Mastersrudern

Von den ehemals zehn unverzagten Mastersruderern, die auf der Langstreckenregatta in Rheine an den Start gegangen waren, starteten auf der 8. Frankfurter Langstreckenregatta am 30. April 2006 nur noch sieben. Reiner Reichelt, Rainer Bank, Karl-Heinz Kroll, Uli Esser, Matthias Dölp sowie Carola und Jürgen Böning brachen am Samstag morgen zu unchristlicher Zeit in Essen auf, da der erste Start bereits um 10 Uhr angesagt war. Wer glaubte, angesichts des letzten Tages im April . . .

Regattabericht vom 30. April 2006

Bildergalerie Mastersregatta 2006 in Frankfurt

Von den ehemals zehn unverzagten Mastersruderern, die auf der Langstreckenregatta in Rheine an den Start gegangen waren, starteten auf der 8. Frankfurter Langstreckenregatta am 30. April 2006 nur noch sieben. Reiner Reichelt, Rainer Bank, Karl-Heinz Kroll, Uli Esser, Matthias Dölp sowie Carola und Jürgen Böning brachen am Samstag morgen zu unchristlicher Zeit in Essen auf, da der erste Start bereits um 10 Uhr angesagt war. Wer glaubte, angesichts des letzten Tages im April sei das Wetter besser als in Rheine, sah sich gründlich getäuscht. Nachdem im Westerwald und im Taunus das leichte Schneetreiben noch für eine gewisse Heiterkeit gesorgt hatte, kam man in Frankfurt um 9:30 bei frühlingshaften 2 Grad (plus - wohlgemerkt) an. Dementsprechend gut motiviert ging die Truppe daran, den Bootshänger abzuladen und die Boote aufzuriggern.

Nach einem kräftigen und erfrischenden Regenguss nahm der Masters-Gig-Doppelvierer der Altersklasse C mit Karl-Heinz Kroll, Uli Esser, Reiner Reichelt, Jürgen Böning sowie Carola Böning am Steuer als erstes Boot des RaB den Kampf mit den Gegnern und den Frachtschiffen über die 6,2 Kilometer lange Distanz auf. Kaum gestartet, musste das Rennen auch schon wieder abgebrochen werden, da das Boot durch die Heckwelle eines vorbeifahrenden Schubschiffes so viel Wasser übernommen hatte, dass die Ruderer mit ihren Rollsitzen fast im Wasser saßen und Carola ihre Beine unter der Wasseroberfläche im Boot nur noch verschwommen wahrnehmen konnte. Leicht fröstelnd ruderte der Vierer zum Steg zurück, konnte allerdings beim Herausheben des vollgelaufenen Bootes aus dem Wasser die Muskeln spielen lassen. Der Neustart klappte dann problemlos, dank der hart eingestellten Innenhebel, der nicht unerheblichen Strömung und der durch die Wolkendecke durchbrechenden Sonne wurde den Ruderern bald wieder so warm, dass bei Reiner recht schnell, bei den anderen deutlich später, vereinzelte Schweißperlen sichtbar wurden. Auch Carola gab am Steuer wie immer alles, duldete bei den Ruderern keine noch so kleine Schwäche und legte mit einem gekonnten Manöver an der Wendeboje, bei dem ein vorausfahrender Achter überholt wurde, den Grundstein für den Sieg im Vier-Boote-Feld - eine Sekunde Vorsprung vor dem zweitplazierten Boot: ein gutes Pferd springt knapp! (O-Ton Reiner Reichelt).

Matthias Dölp, Rainer Bank und Gerhard Crämer vom EWRC starteten anschließend im Masters -Gig- Dreier ebenfalls in der Altersklasse C. Diese Bootsklasse ist für die Ruderer auf der Frankfurter Langstreckenregatta die schwierigste, da man als einzige Bootsgattung ohne Steuermann unterwegs ist. Nach 1/2 stündiger Arbeit mussten die drei sich dem Limburger Club für Wassersport geschlagen geben.

Der zweite Platz im Gig-Dreier war für Matthias und Gerhard genau die richtige Motivation, sich zusammen mit zwei Ruderern aus Mülheim im Masters-Gig-Doppelvierer der Altersklasse B noch einmal mächtig ins Zeug zu legen. Diesmal konnte man den Limburgern denen man im Dreier noch unterlegen war, und noch einem weiteren Boot das Nachsehen geben. Herzlichen Glückwunsch an unseren Jung-Master Matthias!

Etwa zur gleichen Zeit starteten Karl-Heinz Kroll, Uli Esser, Reiner Reichelt, Jürgen und Carola Böning im Masters-Gig-Riemen Vierer der Altersklasse C. Hier gab es leider keine Gegenmeldung, so dass lediglich ein Zeitlimit zu schlagen war, was für die Mannschaft jedoch kein Problem darstellte.

Die Krönung des Regattatages sollte der Masters-Gig-Riemenachter, ebenfalls in der Altersklasse C, werden. Mit viel Überredungskunst hatte man den C-Line Achter im RaB "losgeeist" (das Boot wurde von anderen Trainingsgruppen im Verein ebenfalls beansprucht), und die Sprechanlage sowie einen größeren Bootshänger vom EWRC für den Transport organisiert. Als der Achter zusammengeschraubt und die Sprechanlage eingebaut war und die Mannschaft auf´s Wasser gehen wollte, wurde die Regatta seitens des Veranstalters mit dem Hinweis auf Überschreitung des Zeitlimits und Vereinbarungen mit der zuständigen Schifffahrtsbehörde beendet. Alle Argumente halfen nichts, der Regattaleiter blieb hart. So konnten die Gegner vom WSV Honnef das Rennen konkurrenzlos für sich entscheiden. Immerhin - die Truppe legt jetzt im Ab- und Aufriggern, Auseinander- und Zusammenbauen sowie im Auf- und Abladen des Achters ein bemerkenswertes Tempo und Geschick an den Tag.

Die übliche Nachbesprechung der Rennen musste in Frankfurt leider ausfallen - im Gegensatz zur Regatta in Rheine gab es zwar noch Bier vom Fass, doch hatten die Kuchentheke und der Grillstand unmittelbar nach dem letzten Rennen die Tische hochgeklappt. Da die Truppe seit dem nächtlichen Frühstück in Essen keine feste Nahrung mehr zu sich genommen hatte, beschloss man, sehr zur Freude des mitgereisten Nachwuchses, auf dem Rückweg bei Mc Donalds an der Autobahn noch einen kulinarischen Höhepunkt zu setzen.

Bericht: Jürgen Böning

 

 

zurück