Sommerfest 2022

Feierlaune zwischen Rollsitzwechseln, Rostbratwürsten und Rechenaufgaben

Endlich war es soweit! Am Samstag, dem 06.08.2022, konnte auf dem Gelände des Ruderklubs am Baldeneysee nach pandemiebedingter Pause endlich wieder gemeinsam ein Fest gefeiert werden.

Ab 15 Uhr tummelten sich auf dem Klubgelände zahlreiche Gäste aller Altersklassen. Neben der aktiven Rudergemeinde und jenen, die aus verschiedenen Gründen sportlich zwar nicht mehr aktiv, dem Verein aber weiterhin verbunden sind, kamen auch auswärtige Besucher, Eltern, Geschwister und Freunde. 

Das Programm war vielfältig und reichhaltig. Den Start machte der traditionelle Klubkilometer. Mehrere Kinder und Junioren hatten sich vorab bereit erklärt, auf den Ergometern ihr Bestes zu geben, und legten sich in die Riemen. Die Kinder fuhren eine Zeitstunde, die Junioren legten im Schnitt 20 km zurück. Auf jeden „erruderten“ Kilometer entfiel ein Spendenbeitrag aus dem unterstützenden Umfeld des Rudernachwuchses an den Verein. An dieser Stelle möchte sich der Verein noch einmal herzlich für den sportlich-ambitionierten Einsatz der Jungruderer und Jungruderinnen bedanken, die sich von sommerlichen Temperaturen und körperlichen Strapazen kaum beeindrucken ließen und Kilometer um Kilometer auf dem Ruderergo an sich vorbeiziehen ließen.

Nicht nur zu Land, auch zu Wasser wurde es sportlich. Mit blau-weißen Schleifchen festlich verziert wartete der Achter „Heimliche Liebe“ am Steg auf seinen Einsatz. Über ein Losverfahren wurden bereitwillige Sportlerinnen und Sportler aller Leistungsklassen in Mannschaften eingeteilt und mussten die uns nur zu gut bekannte Etappe Wehr und zurück rudern. Da zum Rudern neben Kraft, Ausdauer und Technik eben auch Köpfchen gehört, wurde vom Organisationsteam ein doppelter Schwierigkeitsgrad eingebaut: Zuerst galt es am Wehr während der Wende eine anwendungsbezogene Rechenaufgabe zu lösen, was sich zwischen Steuerbord streichen und Backbord ziehen als fideles Unterfangen erwies. Auf Sichthöhe des RaB-Stegs wartete dann die zweite Herausforderung: der Rollsitztausch vom Heck ins Bug und umgekehrt. Unter den amüsierten und staunenden Augen der Zuschauer an Land krabbelten die Ruderer athletisch und gekonnt von vorne und hinten über ihre Mitruderer hinweg durch das Boot und aneinander vorbei, souverän moderiert und tatkräftig angefeuert durch das Organisationsteam. 

Anschließend ging es vom sportlichen zum feierlichen Teil über. Festlich geschmückt fieberten bereits zwei Bootstäuflinge für die Ruderjugend auf dem Bootsplatz ihrer erfrischenden Jungfernfahrt auf dem Baldeneysee entgegen. Taufpatin des Rennzweiers war Lilith Lensing, unsere erfolgreiche Leichtgewichts-Juniorin. Liliths Schwester Maleah und Anna Buiting, beide ebenfalls aufstrebende Leistungsruderinnen im Verein, ließen das Boot anschließend zu Wasser und ruderten die ersten Meter. Taufpate des Renneiners war Lutz Krammenschneider, der die Anschaffung desselben durch eine sehr großzügige Teilspende ermöglichte und zugleich Vater von Nachwuchstalent Max ist, welcher sich umgehend aufmachte, die Jungfernfahrt zu unternehmen. Den vielen weiteren Spendern und Unterstützern des Vereins, die den Erwerb von Booten durch ihre Beiträge ermöglichen, sei hier noch einmal nachdrücklich gedankt.

Neben all den sportlichen Aktivitäten sollte auch das leibliche Wohl nicht zu kurz kommen. Neben Grillgut und zahlreichen Salaten sorgte ein buntes Kuchenbüfett für Stärkung. Gemütlich im Schatten der aufgestellten Pavillons sitzend bot sich die Gelegenheit, in entspannter Atmosphäre alte Bekannte wieder zu treffen, neue Leute kennenzulernen, zu klönen und beim gemütlichen Beisammensein den Blick auf den Baldeneysee zu genießen. 

Gemäß dem Motto „Nach dem Essen sollst du ruh’n oder tausend Schritte tun…“ kam in den frühen Abendstunden im wahrsten Wortsinn Bewegung in die Sache. Die Bootshalle 5 – die als Durchgangspunkt der Kommenden und Gehenden und Umschlagplatz für die Aufbereitung und Abfertigung der Ruderboote unser sportiver Hotspot ist – war ausgeräumt und in eine Tanzfläche verwandelt worden. Bis in die nächtlichen Stunden hinein tanzten und sangen Jung und Alt ausgelassen und stimmungsvoll zu den Klassikern der letzten Jahrzehnte und ließen das Fest gemeinschaftlich ausklingen, wobei sich alle einig waren: Im nächsten Jahr treffen wir uns wieder!

Ein großes Dankeschön gilt dem Organisationsteam, den Spendern des Salat- und Kuchenbüfetts sowie allen, die beim Auf- und Abbau geholfen haben.

 

Bericht von Heike Kühnle

Fotos von Moritz Wuerich

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