Vogalonga Anschlusswanderfahrt Mai 2016

| Wanderrudern

Im Anschluss an die Vogalonga erkundeten zwei Vierer und ein Zweier des RaB die Lagune. Danach ging noch ein Vierer auf Wanderfahrt in den Gewässern um Venedig.

Bericht von Stephen Smith mit Fotos von Udo Althoff

Nach den (nicht nur sportlichen) Strapazen der Vogalonga blieben am Dienstag nach Pfingsten trotz der beruflich bedingten Abreise mehrerer Teilnehmer genügend Ruderwillige übrig, um mit zwei Vierern und einem gesteuerten Zweier bei ausgesprochen guten Bedingungen eine Lagunentour zu unternehmen. Fähren, Motorboote und Wellen erschwerten zwar das Fortkommen, es ist uns aber ohne Verluste gelungen, Murano und Burano in aller Ruhe etwas näher zu betrachten. In Murano haben wir auch Rast gemacht und die heimische Küche genossen.

Am darauffolgenden Tag begann die eigentliche Wanderfahrt. Von unserem Basislager in Punta Sabbioni aus zogen die letzten Mohikaner in einem Vierer über die ruhigen Wasserwege im Hinterland Richtung Caorle. In einem schönen Lokal an einer Schleuse – leider derart einsam, dass der Landdienst (Udo) trotz moderner Navigationshilfen es nicht finden konnte – stärkte sich die Crew. Bei der Weiterfahrt landete unser Boot beinahe in einem riesigen Fischernetz, das gerade vom Flussbett angehoben wurde. Nur durch einen Notstopp konnte das Schlimmste verhindert werden. Unser Ziel haben wir dann doch nicht ganz erreicht, aber unser Fahrer konnte uns unterwegs problemlos abholen. Beherbergt wurden wir zu durchaus zivilen Preisen in dem exzellenten Hotel Diplomatic, wo wir uns bei Speis und Trank schnell erholten.

Am nächsten Vormittag ging es erst einmal zurück zum Boot, damit wir die Fahrt fortsetzen konnten. Zwischendurch machten wir Halt an unserem Hotel, das direkt am Wasser lag, wo der freundliche Kellner uns einen fürstlichen Imbiss zubereitete, sodass wir mit neuer Kraft das Tagesziel mühelos erreichen konnten. Dort in Bibione empfing uns das Begleitteam (Angelika und Christa) mit entsprechenden Erfrischungen nach einem angenehmen Rudertag. Übernachtet haben wir dann wieder in Caorle.

Der letzte Abschnitt erstreckte sich von Bibione nach Aquileia, wobei die vom Organisator angestrebte Fahrt übers offene Meer letztendlich aufgrund der Bedenken der übrigen Bootsinsassen leider nicht stattfand. Unterwegs gab es auf einer malerischen Insel eine wohlverdiente Mittagspause. Am Ziel wurde der Hänger für die Rückfahrt vorbereitet, um anschließend zu unserer letzten Unterkunft direkt an der Uferpromenade im Badeort Grado zu gelangen, wo wir zu später Stunde trotz der Proteste des Kochs doch noch unser Abendessen bekamen. Bei Vollmond auf dem Strand hinterher nahmen wir vor dem nächtlichen Adria-Panorama einen wohlverdienten Abschiedstrunk zu uns.

Am nächsten Vormittag hatten wir Gelegenheit, bei typisch adriatischen Verhältnissen das Ambiente im Ort zu erleben und die Tour gemütlich ausklingen zu lassen. Der Hänger wurde am frühen Nachmittag abgeholt, damit wir dann die Rückreise antreten konnten. Durch das relativ geringe Verkehrsaufkommen in den Nachtstunden waren wir zwar etwas schneller als auf der Hinfahrt, kamen aber mit letzter Kraft erst gegen 04:00h in Essen an.

Wenn man die eigenen Boote mitnimmt, eignet sich das Ruderrevier an der Adria vorzüglich für eine Wanderfahrt im Anschluss an die Vogalonga -Teilnahme, weil der Aufwand nur für diese Veranstaltung alleine sehr hoch ist (etwa 30 Stunden Fahrzeit insgesamt). Auf diese Weise hat man aber die Möglichkeit, in vollem Umfang italienische Landschaft und Kultur (in jeder Hinsicht) abseits von Venedig zu erleben. Deswegen danken wir Horst-Werner sehr herzlich für seine äußerst zeitintensive und gewohnt kompetente Vorbereitung und Durchführung dieser wunderbaren Exkursion sowie für die zusätzliche Betreuung durch seine Frau Christa.

 

 

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